Gehschall & Trittschall

Absolute dB-Werte werden häufig als Gütemaß im Vergleich mit verschiedenen Trittschalldämmungsprodukten herangezogen. Das ist im Grundsatz auch richtig. Leider sind aber nicht alle Angaben am Markt immer seriös, etwa wenn "hohe Trittschalldämm-Werte" nach nicht nachvollziehbaren bzw. praxisfremden Prüfmethoden verwendet werden, oder ein nicht spezifizierter (absoluter) Schalldämmwert - ebenfalls in dB - als (erlatives) Schall-Verbesserungsmaß kommuniziert wird.

 

 

Grundsätzlich ist immer zu unterscheiden zwischen Trittschall und Gehschall. Ersterer bezieht sich auf den darunterliegenden Raum und verrät nichts über die subjektiv empfundenen und objektiv messbaren Klangeigenschauften in dem Raum, in dem der Bodenbelag / die Trittschalldämmung verlägt ist. Hierfür ist wiederum das Gehschall-Verminderungsmaß zuständig, welches die Schallpegelsenkung in dB(A) im Raum selbst zu erfassen versucht. Da aber niedrige Frequenzen im Vergleich zu hohen Frequenzen als angenehmer wahrgenommen werden, ist nicht auszuschließen, dass eine nicht einsatzoptimierte Trittschalldämmung mit nominal hohem dB-Wert als subjektiv "lauter" wahrgenommen wird, als ein hochentwickeltes Qualitätsprodukt mit vielleicht sogar niedrigerem dB-Wert.

 

 

Zu diesem Zweck durchlaufen unsere Produkte bereits in der Entwicklungsphase umfangreiche Tests, um bestmöglich ausgewogene Eigenschaften des Endproduktes zu gewährleisten.

 

Wussten Sie, dass bei ansonsten gleicher Frequenzverteilung eine Schallminderung von ca. 10 dB(A) subjektiv bereits als Halbierung der Lautstärke empfunden wird?

 

Da für die Schalldämmeigenschaften auch der Bodenbelag eine Rolle spielt, haben wir unserer Produkte jeweils für die typische Anwendung als Unterlage für schwimmend verlegte Fertiggparkett / Holzfertigböden / Laminate / Kork- und Linofertigparkette optimiert, sodass nicht nur hohe Tritt- und Gehschalldämmwerte erreicht werden, sondern auch ein möglichst angenehm empfundenes Frequenzsprektum geährleistet ist.

 

 

Unsere Dämmsysteme (z.B. auf Polystyrol- oder Zellkautschuk Basis) sind auch eine gute Alternative gegenüber Laminatböden mit integrierter Trittschalldämmung, da sie diese in mancherlei Beziehung (etwa bei Gehschall) teilweise übertreffen.

 

 

Mit unseren Produkten der PREMIUM-Line können Sie bei verklebter Verlegung die Raumakustik nochmals weitergehend optimieren.

 

 

Druckstabilität

Ist Ihnen bekannt, dass viele auf dem Markt befindlichen Parkettunterlagen aufgrund fehlender Druckstabilität mit der Zeit, vor allem bei stärker beanspruchten Bodenflächen erheblich an Dämmwirkung verlieren? Achten Sie daher immer auch auf die Dauerdruckstabilität der Unterlagsbahn! Das ist vor allem auch dann wichtig, wenn z.B. schwere Möbel im Raum stehen; Durch zu weiche Dämmbeläge wird der Nut- und Federbereich des Bodens extrem belastet, was zu einer dauerhaften Beschädigung des Bodens führen kann. Besonders bei unverleimten Böden mit Klick-Systemen empfehlen wir deshalb nur druckstabile Unterlagen mit mindestens 2 to/m² Belastbarkeit.

 

Wärmedämmung

Unterschiedliche Materialien (Polyethylen-, Polystyrol- oder Plyurenthanschäume, Faserstoffe etc.) besitzen unterschiedliche Wärmedämmeigenschaften. Vor allem entscheidet jedoch die Materialart, Materialdicke und -dichte über den spezifischen Isolationswert. Besonders unsere Unterlagen aus Polystyrolschaum besitzen hervorragende Wärmedämmwerte. Es ist in diesem Zusammenhang eine Entscheidung zu fällen, ob eine hohe Wärmedämmung oder eine hohe Wärmedurchlässigkeit (z.B. bei Fußbodenheizungen) gewünscht ist.

 

Der Wärmedurchlasswiderstand des gesamten Bodenaufbaus sollte bei wasserbeheizten Böden 0,15 m²K/W nicht überschreiten. Je geringer dieser Wert, desto besser ist die Unterlage für die Verwendung auf beheizten Bodenflächen geeignet. Eine perfekte Wärmeleitfähigkeit bringen die Professional-Produkte TopSonic Alu Akustik, soltex Thermoplus 200 und Silence-Floor ALU mit.